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Mistral Medium 3.5 lokal betreiben: welche Hardware es braucht

Faktencheck: 13. Oktober 2026 Fachlich verantwortlich: Daniel Bidoli Hersteller- und Ollama-Quellen unten

Europäisches Spitzenmodell für den eigenen Server, mit klaren Lizenzgrenzen.

Mistral Medium 3.5 ist das Flaggschiff von Mistral AI mit offenen Gewichten: ein dichtes Modell mit 128 Milliarden Parametern, das Anweisungen, Schlussfolgern und Programmieren in einem Modell vereint und Text sowie Bilder versteht. Die Ollama-Standardvariante belegt rund 80 GB. Damit gehört es auf einen GPU-Server oder ein System mit mindestens 128 GB gemeinsamem Speicher.

Auf einen Blick

Was Mistral Medium 3.5 an Hardware braucht

Dieselben Einstufungen wie im Hardware-Rechner, hier für dieses eine Modell: Speicher, Anschaffen gegen Mieten, die passenden Anwendungsfälle und die Befehle zum Ausprobieren.

96 GB knapp, besser 2 × 80 GB Grafikspeicher (VRAM)
128–192 GB Arbeitsspeicher (RAM)
80 GB Modelldatei (Q4)

Anschaffen

ab etwa CHF 5'400 Mac Studio mit 128 GB, knapp; GPU-Workstation deutlich höher

Mieten

stundenweise GPU-Server mit 2 × 80 GB oder einer 141-GB-Karte

Das grösste europäische Modell, das sich noch im eigenen Haus betreiben lässt, aber kein Einstieg: 80 GB Datei, dichte Bauweise, Server- oder 128-GB-Klasse. Sinnvoll für Betriebe, die eine Aufgabe nachweislich nicht mit GPT-OSS 120B oder der 30B-Klasse lösen und europäische Herkunft wollen.

Tempo-Erwartung: Langsam im Verhältnis zur Grösse: Als dichtes Modell liest es für jedes Token alle rund 80 GB Gewichte. Auf Systemen mit gemeinsamem Speicher sind deshalb nur einstellige bis niedrige zweistellige Tokens pro Sekunde zu erwarten; Profi-GPUs mit hoher Bandbreite sind deutlich schneller.

So starten Sie: die Befehle zum Kopieren

Ollama installieren (kostenlos, ollama.com), dann im Terminal:

ollama pull mistral-medium-3.5
ollama run mistral-medium-3.5

Schritt für Schritt mit echten Aufnahmen: Anleitung, Teil 3: Ollama installieren und das erste Modell starten.

Q4-Planungswerte aus unserer internen Ollama-Hardware-Matrix, geprüft am 3. September 2026. Auf Apple-Rechnern teilen sich Modell und System den gemeinsamen Speicher, dort zählt die RAM-Angabe. Preise sind grobe Marktgrössenordnungen, keine Offerten.

Zum Nachschlagen

Mistral Medium 3.5: alle Angaben im Detail

Geprüft am 3. September 2026. Kontextlänge, Parallelität, Bilddaten und Quantisierung verändern den tatsächlichen Bedarf; jede Zahl lässt sich gegen die Primärquellen unten prüfen.

ModellklasseSehr gross (128B, dicht) · Mistral (Mistral AI, Paris)
Parameter128 Milliarden (dichtes Modell)
Modelldateirund 80 GB (Ollama-Standardtag, Q4_K_M); Q8 138 GB
Grafikspeicher (VRAM)96 GB knapp, besser 2 × 80 GB
Arbeitsspeicher (RAM)128–192 GB
Apple (gemeinsamer Speicher)ab 128 GB knapp, besser mehr
Kontextfensterbis 256'000 Tokens
LizenzModifizierte MIT-Lizenz: kommerziell frei bis 20 Mio. USD Monatsumsatz des Unternehmens, darüber Lizenz bei Mistral AI nötig
Ollama-Namemistral-medium-3.5

Einordnung

Wo Mistral Medium 3.5 zwischen seinen Nachbarn steht

Alle Modellprofile unserer Matrix, vom kleinsten zum grössten. Die Stufe entscheidet über die Hardware, und der ehrliche Weg führt von klein nach gross: erst testen, dann aufrüsten.

GPT-OSS 120B — ähnliche Speicherklasse, dank Mixture-of-Experts viel schneller, Apache 2.0

Llama 3.3 70B — dichtes Modell eine Stufe kleiner, ab 64 GB

Devstral Small 2 — der kleine Mistral-Coder für eine 24-GB-Karte

Hardware-Rechner — alle Stufen, Anwendungsfälle und der Umkehr-Modus «Was kann meine Hardware?»

Ehrlich eingeordnet

Wofür Mistral Medium 3.5 taugt, und wo die Grenzen liegen

Wofür es sich lohnt

Mistral Medium 3.5 passt für anspruchsvolle Analysen, lange Dokumente, Agenten und Programmieraufgaben, wenn die Daten im eigenen Haus bleiben müssen und ein europäischer Anbieter gewünscht ist. Laut Modellkarte ersetzt es bei Mistral selbst Medium 3.1 und Magistral im Chat sowie Devstral 2 im Coding-Agenten Vibe. Der Denkaufwand lässt sich je Anfrage einstellen.

Wo die Grenzen liegen

Zuerst die Lizenz: Unternehmen mit mehr als 20 Millionen US-Dollar weltweitem Monatsumsatz brauchen eine Lizenz von Mistral AI. Für die meisten Schweizer KMU ist das kein Hindernis, prüfen muss man es trotzdem. Technisch ist die dichte Bauweise teuer: 80 GB Datei passen nicht auf eine einzelne 80-GB-Karte, und auf gemeinsamem Speicher bleibt das Tempo bescheiden. macOS gibt der Grafik standardmässig nicht den ganzen Speicher frei; ein 128-GB-Mac ist darum die knappe Untergrenze. Mixture-of-Experts-Modelle wie GPT-OSS 120B sind bei ähnlichem Speicher deutlich schneller.

Häufige Fragen

FAQ: Mistral Medium 3.5 lokal

Wie viel Speicher braucht Mistral Medium 3.5?

Die Ollama-Standardvariante belegt rund 80 GB, die Q8-Variante 138 GB. Eine einzelne 80-GB-Karte reicht deshalb nicht; eine 96-GB-Profikarte ist knapp, zwei 80-GB-Karten oder eine 141-GB-Karte sind die entspannte Auslegung. Auf Apple-Rechnern sind 128 GB gemeinsamer Speicher die Untergrenze.

Darf ich Mistral Medium 3.5 geschäftlich nutzen?

Ja, mit einer Grenze: Die modifizierte MIT-Lizenz erlaubt die kommerzielle Nutzung, solange der weltweite konsolidierte Monatsumsatz des Unternehmens im Vormonat 20 Millionen US-Dollar nicht übersteigt. Darüber ist eine Lizenz bei Mistral AI nötig oder die Nutzung über deren Dienste.

Mistral Medium 3.5 oder GPT-OSS 120B?

GPT-OSS 120B ist ein Mixture-of-Experts-Modell, passt auf eine 80-GB-Karte und antwortet deutlich schneller. Mistral Medium 3.5 ist dicht, braucht mehr Speicher und Rechenleistung, kommt aber von einem europäischen Anbieter und versteht Bilder. Welches für die eigene Aufgabe besser ist, zeigt nur ein Test, am besten zuerst auf einem gemieteten Server.

Läuft Mistral Medium 3.5 auf einem Mac?

Ab 128 GB gemeinsamem Speicher grundsätzlich ja, aber knapp, weil macOS der Grafik standardmässig nicht den ganzen Speicher überlässt. Mehr Speicher gibt Luft für Kontext. Wegen der dichten Bauweise bleibt das Tempo auf Apple-Chips bescheiden.

Passt Mistral Medium 3.5 zu Ihrer Aufgabe?

Das klärt kein Datenblatt, sondern ein Test mit Ihren echten Unterlagen. Im kostenlosen Erstgespräch grenzen wir die Aufgabe ab und sagen ehrlich, ob lokale KI der richtige Weg ist, oder ob es eine einfachere Antwort gibt. Erst messen, dann investieren.

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