Bidoli IT-Services · bidoli-it.ch — Cloud oder lokal: KI-Kosten-Rechner · Annahmen: Abschreibung 36 Monate, Grundlast CHF 8/Mt, Strom CHF 0.30 je Mio. Tokens (Stand August 2026) · Richtwerte, keine Offerte · Kontakt: info@bidoli-it.ch, +41 76 753 37 86

Wissen · Lokale KI

Cloud oder lokale KI: Ab wann lohnt sich eigene Hardware?

Rechenmethode geprüft am 3. September 2026 Fachlich verantwortlich: Daniel Bidoli API-Preise: Stand August 2026

Die Cloud kostet pro Anfrage, eigene Hardware kostet einmal. Irgendwo kreuzen sich die Linien.

Der Rechner zeigt für Ihr Volumen, was die Cloud-API und was eigene Hardware im Monat kosten, und ab wie vielen Anfragen sich das Verhältnis dreht. Alle Annahmen stehen offen auf dieser Seite, gerechnet wird in Ihrem Browser, nichts wird übertragen. Und wo die ehrliche Antwort «Cloud» lautet, sagt der Rechner das auch.

Der Rechner

Ihr Volumen, beide Wege, eine Zahl

Vier Angaben genügen. Die Klassen dahinter (API-Preise, Hardware-Stufen) sind deklarierte Grössenordnungen, keine Offerten; was genau dahintersteckt, steht im Abschnitt «So rechnet der Rechner» darunter.

Stand August 2026 · Pflege im Quartalsrhythmus, zusammen mit dem Hardware-Rechner. API-Preise ändern sich oft, prüfen Sie sie vor einer Entscheidung auf den verlinkten Preisseiten.

Transparenz

So rechnet der Rechner

Keine Magie, eine Formel aus vier Zahlen. Damit Sie jede davon prüfen und durch Ihre eigene ersetzen können:

Die Cloud-Seite

Anfragen mal Umfang ergibt die Tokenmenge pro Monat, mal den Mischpreis Ihrer Modellklasse ergibt die API-Rechnung. Die Klassen (~CHF 0.20 / 0.70 / 6.00 je Million Tokens, Stand August 2026) sind aus den offiziellen Preislisten der grossen Anbieter gemittelt, mit einem üblichen Verhältnis von Eingabe zu Ausgabe. Die Preise ändern sich oft, darum stehen die Preisseiten unten verlinkt.

Die Lokal-Seite

Anschaffung über 36 Monate abgeschrieben, dazu eine Grundlast von rund CHF 8 im Monat für den Dauerbetrieb und Strom von grob CHF 0.30 je Million Tokens. Die überraschende Wahrheit dieser Zeile: Der Strom ist fast nie der Kostentreiber, die Abschreibung ist es. Die Hardware-Stufen entsprechen unserer Ollama-Hardware-Matrix; welche Stufe Ihre Aufgabe braucht, beantwortet der Hardware-Rechner.

Zum Nachschlagen

Drei Beispielrechnungen

Dieselbe Formel, drei typische Fälle. Gerechnet mit der Mittelklasse-API (CHF 0.70 je Million Tokens) und den Hardware-Stufen aus dem Rechner.

SzenarioVolumenCloud-APIEigene HardwareErgebnis
Kleinbetrieb
E-Mails, Entwürfe, gelegentliche Zusammenfassungen
1'000 mittlere Anfragen
(5 Mio. Tokens)
CHF 4/Monat CHF 79/Monat
(Mittelklasse, CHF 2'500)
Cloud, deutlich. Bei kleinen Volumen ist die API fast gratis; lokal lohnt sich hier nur aus Datenschutzgründen.
Dokumentenstrom
Belege, Verträge, Berichte auswerten
5'000 Dokument-Anfragen
(100 Mio. Tokens)
CHF 70/Monat CHF 107/Monat
(Mittelklasse, CHF 2'500)
Cloud noch knapp vorn. Der Break-even liegt bei rund 9'700 Dokumenten im Monat, ab da dreht es.
Dauerbetrieb
Agenten und Auswertungen rund um die Uhr
20'000 Dokument-Anfragen
(400 Mio. Tokens)
CHF 280/Monat CHF 253/Monat
(Workstation, CHF 4'500)
Lokal günstiger, und der Abstand wächst mit jedem weiteren Auftrag. Ab hier ist die Rechnung ein echtes Argument.

Gegen ein Spitzenmodell gerechnet (CHF 6.00 je Million Tokens) sähe lokal überall glänzend aus, aber das wäre unehrlich: Ein lokales Mittelklasse-Modell ersetzt kein Spitzen-Cloud-Modell. Vergleichen Sie Wege, die Ihre Aufgabe wirklich beide lösen; ob sie das tun, klärt der Test mit echten Aufgaben.

Ehrlich eingeordnet

Was die Rechnung bewusst weglässt

Vier Posten, die in keiner Kostenformel stecken und trotzdem über den richtigen Weg entscheiden.

Betreuung und Absicherung

Ein eigener KI-Server will aktualisiert, gesichert und überwacht sein. Wer das intern niemandem geben kann, kauft es als Betreuung ein oder bleibt in der Cloud, wo es im Preis steckt. Dieser Posten kippt knappe Rechnungen regelmässig zurück Richtung Cloud.

Der Qualitätsunterschied

Der Rechner vergleicht Kosten, nicht Können. Die Spitzen-Cloud-Modelle bleiben lokalen Modellen bei anspruchsvollen Aufgaben voraus. Fair ist der Vergleich nur zwischen Wegen, die Ihre Aufgabe nachweislich beide lösen, und das prüft man mit echten Unterlagen, nicht mit Datenblättern.

Datenschutz ist der eigentliche Grund

Die meisten Betriebe, die lokal gehen, tun es nicht wegen der Kosten: Kundendossiers, Personaldaten und Unterlagen unter Berufsgeheimnis sollen das Haus nicht verlassen. Dieser Grund gilt unabhängig davon, was die Rechnung sagt, und er ist legitim, auch wenn lokal teurer ist.

Abos sind ein anderer Vergleich

ChatGPT- oder Claude-Abos für einzelne Mitarbeitende kosten fixe Beträge pro Kopf und Monat, unabhängig vom Volumen. Der Rechner vergleicht die API, also das maschinelle Volumen hinter automatisierten Abläufen. Für den Chat-Arbeitsplatz einzelner Personen bleibt das Abo meist der einfachste Weg.

Häufige Fragen

FAQ: Was KI im Betrieb kostet

Ist lokale KI günstiger als ChatGPT?

Bei kleinen Volumen fast nie: Wenige tausend mittlere Anfragen im Monat kosten über die API einstellige Frankenbeträge, eigene Hardware kostet allein über die Abschreibung ein Vielfaches davon. Günstiger wird lokal erst bei dauerhaft hohem Volumen, typischerweise ab zehntausenden Anfragen oder grossen Dokumentmengen pro Monat. Der häufigere Grund für lokale KI sind nicht die Kosten, sondern Datenschutz und Unabhängigkeit.

Ab wann lohnt sich eigene KI-Hardware finanziell?

Als Grössenordnung: Ein passender Rechner der Mittelklasse (rund CHF 2'500) kostet über drei Jahre abgeschrieben samt Grundlast etwa CHF 77 im Monat. Gegen eine Mittelklasse-API gerechnet liegt der Break-even bei grob 190 Millionen Tokens pro Monat, das sind rund 10'000 ausgewertete Dokumente oder mehrere zehntausend kürzere Anfragen. Der Rechner oben rechnet es für Ihre Zahlen aus.

Wie viel Strom braucht lokale KI?

Weniger, als die meisten erwarten: Je nach Auslastung und Modell grob CHF 0.10 bis 1.00 je Million Tokens, dazu im Dauerbetrieb eine Grundlast von wenigen Franken im Monat. Der Kostentreiber bei eigener Hardware ist fast nie der Strom, sondern die Abschreibung der Anschaffung.

Was kostet die ChatGPT- oder Claude-API?

Abgerechnet wird je Million Tokens, und die Preise unterscheiden sich je Modellklasse um mehr als den Faktor zehn: Kleine Modelle kosten als Mischpreis grob CHF 0.20 je Million Tokens, die Mittelklasse unter einem Franken, Spitzenmodelle mehrere Franken (Stand August 2026). Die Preise ändern sich oft; verlassen Sie sich auf die verlinkten Preisseiten der Anbieter, nicht auf gemerkte Zahlen.

KI-Hardware kaufen oder GPU-Server mieten?

Mieten ist der richtige Einstieg: Ein GPU-Server ist stundenweise oder monatlich verfügbar, damit lässt sich Qualität und Volumen am echten Fall prüfen, bevor Geld gebunden wird. Kaufen lohnt sich bei dauerhaft planbarem Betrieb, denn ab etwa ein bis zwei Jahren Laufzeit ist die abgeschriebene Anschaffung meist günstiger als die Monatsmiete. Der Rechner oben hat beide Varianten eingebaut.

Warum wird in Tokens gerechnet?

Tokens sind die Abrechnungseinheit der Sprachmodelle: ein Wortteil, grob ein Dreiviertelwort im Deutschen. Eine kurze Anfrage samt Antwort liegt bei rund tausend Tokens, eine mittlere bei fünftausend, das Auswerten eines längeren Dokuments bei rund zwanzigtausend. Mit Anfragen mal Umfang wird daraus die Monatsmenge, auf der beide Kostenrechnungen aufsetzen.

Quellen zum Nachprüfen

Nächster Schritt

Die Rechnung ist der Anfang, nicht die Antwort

Ob sich lokale KI für Ihren Betrieb lohnt, hängt an Ihrer Aufgabe, Ihrem Volumen und Ihren Datenschutz-Pflichten. Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir Ihren Fall gemeinsam durch, und wenn die ehrliche Antwort «bleiben Sie in der Cloud» lautet, sagen wir das auch. Erst messen, dann investieren.

Erstgespräch anfragen

Beschreiben Sie kurz, wo es hakt. Den Rest klären wir im Gespräch.

Daniel Bidoli, Inhaber von Bidoli IT-Services

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