Wissen · Lokale KI
Lokale KI im KMU: Welche Hardware braucht ein eigenes LLM?
Ihre Daten bleiben im Haus. Die Frage ist nur, was dafür im Serverraum stehen muss.
Sprachmodelle lassen sich auf eigener Hardware betreiben, ohne dass ein einziges Dokument den Betrieb verlässt. Der Rechner unten zeigt, wie viel Speicher ein Modell je nach Grösse, Quantisierung und Kontextfenster braucht, und was für Hardware dazu passt. Gerechnet wird im Browser, nichts wird übertragen.
Warum lokal?
Wann sich ein eigenes Sprachmodell lohnt, und wann nicht
Lokale KI ist kein Selbstzweck. Sie lohnt sich, wenn mindestens einer dieser Gründe zutrifft, und sonst meist nicht.
Datenschutz und Berufsgeheimnis
Kundendossiers, Personalakten, Patientendaten, Mandate: Was dem Datenschutzgesetz oder einem Berufsgeheimnis unterliegt, gehört nicht ungeprüft in die Cloud eines Drittanbieters. Ein lokales Modell verarbeitet solche Unterlagen, ohne dass sie den Betrieb verlassen.
Unabhängigkeit
Cloud-Anbieter ändern Preise, Limiten und Modelle nach ihrem Kalender, nicht nach Ihrem. Ein lokales Modell läuft so lange, wie Sie es wollen, im Zustand, den Sie geprüft haben.
Planbare Kosten bei hohem Volumen
Wer täglich tausende Dokumente durch ein Modell schickt, zahlt in der Cloud pro Anfrage. Lokal zahlt man die Hardware einmal. Ab welchem Volumen das kippt, ist eine Rechenaufgabe, keine Glaubensfrage. Genau die rechnet unser Kosten-Rechner Cloud oder lokal.
Und wann die Cloud besser ist
Wenn Sie Spitzenqualität für anspruchsvolle Aufgaben brauchen, selten anfragen oder niemand die Hardware betreuen soll, ist ein Cloud-Modell die einfachere und oft bessere Wahl. Das sagen wir auch so im Gespräch.
Der Rechner
Was wollen Sie lokal machen?
Anwendungsfall wählen, Antwort bekommen: welche Modellklasse dafür taugt, wie viel Speicher es braucht und was für Hardware das heisst. Die Werte sind Richtwerte und ehrlich eingeordnet, auch dort, wo die ehrliche Antwort «lieber Cloud» lautet. Gerechnet wird vollständig in Ihrem Browser. Wer lieber selbst konfiguriert: Expertenmodus darunter.
Jeder Fall hat eine eigene Vertiefungsseite mit Einsatzbeispielen, Weg und FAQ: Texte & Chat, Transkription, Bilder, Dokumente auswerten, interne Suche, Excel & Auswertungen, Programmieren, KI-Agenten und Video.
Zuletzt aktualisiert am 5. September 2026 · Pflege im Quartalsrhythmus. Die Einstufungen stammen aus unserer internen Ollama-Hardware-Matrix, und die ist kein Rechercheprodukt für diese Seite: Wir führen sie für die eigene Entwicklungsarbeit an KI-Agenten und teilen hier, womit wir selbst planen.
Anwendungsfall, aufsteigend nach Anforderung
Anschaffen
CHF 1'500–2'500 einmalig, passender PCMieten
CHF 100–200 pro Monat, GPU-ServerWomit Sie starten können
Tempo-Erwartung:
So starten Sie: die Befehle zum Kopieren
Ollama installieren (kostenlos, ollama.com), dann im Terminal:
Die Einstufungen folgen unserer internen Ollama-Hardware-Matrix (Q4-Planungswerte, Stand September 2026). Auf Apple-Rechnern teilen sich Modell und System den gemeinsamen Speicher, dort zählt die RAM-Angabe. Die Modelle laufen z. B. über das freie Werkzeug Ollama; «14b» im Namen heisst 14 Milliarden Parameter, grob gesagt die Grösse des Modell-Gehirns. Preise sind grobe Marktgrössenordnungen, keine Offerten.
Was steht bei Ihnen?
Läuft gut
Eingeschränkt oder gar nicht
Expertenmodus: Modell, Quantisierung und Kontext selbst konfigurieren
Der Regler «gleichzeitig arbeitende Personen» rechnet den Kontextspeicher je Person hoch, genau das ist der Mehrbedarf im Teambetrieb; das Antworttempo teilen sich die Personen zusätzlich. Ohne passende Grafikkarte läuft das Modell über den Hauptspeicher, deutlich langsamer; auf Apple-Rechnern zählt der gemeinsame Speicher.
Zum Nachschlagen
Modellgrössen und Hardware im Überblick
Die Stufen unserer Ollama-Hardware-Matrix als Übersicht: welche Modellklasse wie viel Grafikspeicher (VRAM) und Arbeitsspeicher braucht und wofür sie im Betrieb taugt. Q4-Planungswerte, Stand September 2026; Kontextlänge, Parallelität und Quantisierung verändern den tatsächlichen Bedarf.
| Stufe | Typische Modelle | Modelldatei | VRAM / gemeinsamer Speicher | System-RAM | Wofür es reicht |
|---|---|---|---|---|---|
| Winzig (unter 2B) | Qwen3 0.6B–1.7B | 0,5–1,4 GB | bis 4 GB | 8–16 GB | Stichworte erkennen, einfache Zuordnungen. Kein echter Assistent. |
| Klein (4B) | Qwen3 4B, Qwen3.5 4B, Gemma 4 E4B | 2,5–3,4 GB | 4–6 GB | 16 GB | Zusammenfassen, Umformulieren, einfacher Dokumenten-Chat. Läuft zur Not auch ohne Grafikkarte. |
| Mittel (8–12B) | Qwen3 8B, Qwen3.5 9B, Gemma 4 12B | 5–7,6 GB | 8–12 GB | 16–32 GB | Alltagstexte, interne Suche, Scans und Fotos lesen (VL). Untergrenze für einfache Agenten. |
| Gehoben (14–20B) | Qwen3 14B, GPT-OSS 20B | 9–14 GB | 12–24 GB | 32 GB | Dokumente auswerten, mehrstufige Analysen, E-Mail- und Dokumentenagenten. Der Bereich, in dem die meisten KMU-Aufgaben landen. |
| Obere Mittelklasse (27–35B) | Qwen3.8 27B, Qwen3.5 35B-A3B, Gemma 4 26B/31B, Qwen3 32B | 17–24 GB | 24–48 GB | 32–64 GB | Planung, Werkzeug-Auswahl, anspruchsvollere Agenten, längere Arbeitsketten. |
| Gross (70–80B) | Llama 3.3 70B | 43–52 GB | 64–80 GB | 64–96 GB | Höchste lokale Qualität für schwere Aufgaben. Stark, aber teuer. |
| High-End (120B, MoE) | GPT-OSS 120B | 65 GB | 80 GB | 96–128 GB | Professionelle On-Prem-Klasse, läuft auf einer einzelnen 80-GB-Karte. Für die meisten KMU der übernächste Schritt. |
Modellstatus, Stand 5. September 2026: aktuell sind Qwen3.5 (0,8B bis 122B, Bild und Text, 256K Kontext), Qwen3.8 27B (August 2026) und Gemma 4 (E2B bis 31B, April 2026, Apache 2.0); bewährt bleiben Qwen3, GPT-OSS 20B/120B und Llama 3.3 70B, sie laufen unverändert und tragen unsere Modellprofile; experimentell ist Qwen3.8-Flash-Next, eine Vorschau der nächsten Architektur. Mistral Small 4 (119B, MoE) ist offen, steht aber nicht in der Ollama-Bibliothek und liegt für KMU-Hardware ausser Reichweite. Dateigrössen sind die Q4-Standardtags der Ollama-Bibliothek.
Darüber beginnt Rechenzentrums-Territorium (235B+, mehrere hundert GB Speicher), wirtschaftlich für KMU kaum je der richtige erste Schritt. Welche Stufe zu Ihrer Aufgabe passt, zeigt der Rechner oben. Jedes verlinkte Modell hat ein eigenes Profil mit allen Zahlen, ehrlicher Einordnung und den Befehlen zum Ausprobieren.
Ehrlich eingeordnet
Was die Zahlen bedeuten, und was sie nicht sagen
Grösser ist nicht automatisch besser
Für die meisten abgegrenzten KMU-Aufgaben, etwa Dokumente zusammenfassen, Belege auslesen, interne Suche oder Textentwürfe, reicht ein Modell mit 7 bis 14 Milliarden Parametern auf handelsüblicher Hardware. Die grossen 70er-Modelle lohnen sich erst, wenn die kleinen an Ihren echten Aufgaben nachweislich scheitern. Genau das prüft man vorher, mit Ihren Unterlagen, nicht mit einem Datenblatt.
Speicher ist nur die halbe Wahrheit
Der Rechner beantwortet, ob ein Modell in den Speicher passt. Wie schnell es antwortet, hängt zusätzlich von Speicherbandbreite und Auslastung ab, und ob die Qualität für Ihre Aufgabe reicht, zeigt nur ein Test. Beides gehört in die Analyse, bevor Hardware gekauft wird: erst messen, dann investieren.
Zum ersten Mal?
Vom Zweifel zum laufenden System: der sichere Weg
Niemand muss für lokale KI zuerst Geld ausgeben. Die ersten drei Schritte kosten nichts ausser etwas Zeit, und erst danach fällt eine Kaufentscheidung, dann aber auf Grundlage eigener Erfahrung statt fremder Versprechen.
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Gratis anfangen, auf dem Rechner, den Sie haben
Ollama installieren, ein kleines Modell laden (die Befehle stehen oben im Rechner), losfragen. Selbst ein Büro-Laptop schafft die kleinen Modelle, langsam, aber echt.
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Mit echten Aufgaben testen, nicht mit Spielereien
Nehmen Sie ein echtes Dokument, eine echte E-Mail, eine echte Auswertung aus Ihrem Alltag. Auf dem eigenen Rechner bleiben die Daten dabei ohnehin bei Ihnen, genau das ist ja der Punkt.
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Ehrlich bewerten
Reicht die Qualität für die Aufgabe? Reicht das Tempo? Wenn nein: eine Modellstufe höher testen, notfalls für ein paar Franken stundenweise auf einem Mietserver, bevor irgendetwas gekauft wird.
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Erst jetzt über Hardware entscheiden
Kaufen oder mieten, und in welcher Stufe: Das beantwortet der Rechner oben, und Ihre Tests aus Schritt 2 und 3 sagen Ihnen, ob die Antwort stimmt.
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Produktiv machen, mit Absicherung
Zugriffe, Sicherungen, Freigaben für alles, was nach aussen wirkt: Ab hier ist es Projektarbeit. Das kostenlose Erstgespräch klärt, ob sie sich bei Ihnen lohnt, auch hier zuerst ehrlich, dann verbindlich.
Lernen und nachprüfen
Die Begriffe, kurz erklärt, und die Quellen zum Nachprüfen
Verlassen Sie sich nicht auf eine einzige Quelle, auch nicht auf uns. Hier sind die Begriffe, die Ihnen überall begegnen werden, und die Primärquellen, gegen die Sie jede Zahl dieser Seite prüfen können.
- Parameter (B)
- Die «Gehirngrösse» eines Modells, in Milliarden (englisch billions, daher das B). Mehr Parameter heisst mehr Können und mehr Speicherbedarf, aber nicht automatisch bessere Antworten für Ihre Aufgabe.
- Quantisierung (Q4, Q8)
- Verlustbehaftetes Verkleinern eines Modells, damit es in weniger Speicher passt. Q4 ist der übliche Kompromiss: rund ein Viertel der Originalgrösse bei geringem Qualitätsverlust.
- VRAM
- Der Speicher der Grafikkarte. Er entscheidet, welche Modelle flüssig laufen, und ist die wichtigste Zahl beim Hardware-Kauf.
- Gemeinsamer Speicher (Unified Memory)
- Bei Apple-Rechnern teilen sich System und Grafikeinheit denselben Speicher. Darum zählt dort die RAM-Angabe, und darum sind Macs für lokale KI oft erstaunlich brauchbar.
- Token und Kontextfenster
- Modelle lesen Text in Stücken (Tokens, grob ein Wortteil). Das Kontextfenster ist, wie viel das Modell gleichzeitig «im Kopf behalten» kann; lange Dokumente brauchen ein grosses Fenster, und das kostet Speicher.
- GGUF
- Das übliche Dateiformat für lokale Modelle. Die Dateigrössen in unserer Tabelle sind die offiziellen GGUF-Grössen der Ollama-Bibliothek.
- MoE (Mixture of Experts)
- Bauweise, bei der je Anfrage nur ein Teil des Modells aktiv rechnet (etwa GPT-OSS: 21B gesamt, 3,6B aktiv). Dadurch laufen erstaunlich grosse Modelle auf erstaunlich wenig Speicher.
- Interne Suche (RAG)
- Das Modell bekommt beim Antworten Zugriff auf Ihre Dokumente und zitiert daraus, ohne verändert zu werden. Für die meisten Firmenwissen-Fragen die richtige Technik, nicht das Training.
- Ollama
- Freies Werkzeug, das lokale Modelle mit einem Befehl lädt und startet. Der einfachste Einstieg, auf Windows, Mac und Linux; unsere Einstiegsseite erklärt ihn auf Deutsch.
- Halluzination
- Modelle formulieren auch dann überzeugend, wenn sie falsch liegen. Deshalb gehören Quellenangaben (interne Suche) und menschliche Freigaben zu jedem ernsthaften Aufbau.
Primärquellen unserer Werte
- Ollama-Modellbibliothek — die offiziellen Dateigrössen und Varianten jedes Modells; unsere Tabelle stützt sich darauf
- Qwen (Alibaba, GitHub) — Veröffentlichungen und Lizenz der Qwen3-Familie
- GPT-OSS auf Hugging Face — OpenAIs offene Modelle samt Speicherangaben
- Meta Llama — Modellfamilie und Lizenzbedingungen
Die Werkzeuge
- Ollama — Sprachmodelle lokal, der einfachste Einstieg
- whisper.cpp — Transkription lokal, auch auf CPU und Mac
- ComfyUI — Bild- und Videomodelle lokal
- Hugging Face — das Archiv der offenen Modelle
Unabhängig weiterlesen
- r/LocalLLaMA — die grösste Community für lokale Modelle (englisch); dort sehen Sie, was andere mit derselben Hardware erleben
- Unser Beitrag: Lokale KI im KMU — was sie kann, was sie kostet, wann sie sich lohnt, samt der Rechnung, die bei uns selbst gegen lokal ausging
- Unser Beitrag: Wie lange kann ein KI-Agent alleine arbeiten? — wo Freigaben hingehören
- Unser Beitrag: Wann sich Automatisierung nicht lohnt — dieselbe Ehrlichkeit, anderes Thema
Häufige Fragen
FAQ: Lokale KI im KMU
Ist ein lokales Sprachmodell so gut wie ChatGPT?
In der Spitzenleistung: nein. Die grossen Cloud-Modelle bleiben bei anspruchsvollen Aufgaben voraus. Für abgegrenzte, wiederkehrende Aufgaben wie das Zusammenfassen von Dokumenten, das Auslesen von Belegen, interne Suche oder Textentwürfe reicht ein gut gewähltes lokales Modell aber oft aus, und die Daten verlassen dabei nie das Haus. Ob Ihre Aufgabe dazugehört, klärt ein Test mit Ihren echten Unterlagen, nicht ein Datenblatt.
Warum sollte ein KMU ein Sprachmodell lokal betreiben?
Der häufigste Grund ist Datenschutz: Kundendaten, Personaldaten oder Unterlagen unter Berufsgeheimnis sollen keine Cloud eines Drittanbieters passieren. Dazu kommen Unabhängigkeit von Preis- und Produktänderungen der Anbieter und planbare Kosten, weil nach der Anschaffung keine Gebühren pro Anfrage anfallen. Wer keine dieser Anforderungen hat, fährt mit einem Cloud-Modell meist einfacher.
Brauche ich zwingend eine Grafikkarte?
Nein. Kleinere Modelle laufen auch über den Hauptspeicher, auf gewöhnlichen Rechnern über die CPU und besonders gut auf Apple-Rechnern, deren Speicher von der Grafikeinheit mitbenutzt wird. Dann zählt RAM statt Grafikspeicher, die Antworten kommen aber deutlich langsamer. Für den produktiven Einsatz mit mehreren Nutzern führt an einer Grafikkarte mit genug Speicher selten ein Weg vorbei.
Darf ich offene Modelle geschäftlich nutzen?
Viele ja, aber die Lizenz gehört geprüft. Modelle unter Apache-2.0- oder MIT-Lizenz (etwa die Qwen3-Familie oder GPT-OSS) sind auch kommerziell frei nutzbar. Andere, etwa die Llama-Familie, haben eigene Lizenzen mit Bedingungen. Die Prüfung der Lizenz für Ihren Einsatzfall gehört bei uns zur Analyse dazu.
Kann ich ChatGPT lokal auf meinem Rechner betreiben?
Nein. ChatGPT, Claude und Gemini laufen ausschliesslich in der Cloud ihrer Anbieter. Lokal laufen offene Modelle wie Qwen3, Llama oder GPT-OSS, z. B. über das freie Werkzeug Ollama. Sie erreichen nicht die Spitzenleistung der grossen Cloud-Modelle, für abgegrenzte Aufgaben wie Dokumente auswerten oder interne Suche reichen sie aber oft aus, und die Daten bleiben im Haus. Mehr dazu auf der Seite zur lokalen ChatGPT-Alternative.
Welche Grafikkarte brauche ich für Ollama?
Für den Einstieg mit Modellen bis 8 Milliarden Parametern reicht eine Karte mit 8 GB Grafikspeicher (z. B. RTX-4060-Klasse). Komfortabel für die meisten KMU-Aufgaben sind 12 bis 16 GB, für grössere Modelle und Agenten 24 GB. Apple-Rechner nutzen ihren gemeinsamen Speicher, dort gilt: ab 16 GB Einstieg, ab 32 GB komfortabel. Die Übersichtstabelle oben ordnet alle Stufen ein, und die Kaufberatung nach VRAM-Klassen geht mit Beispielkarten und Preisen ins Detail.
Reicht mein Laptop für lokale KI?
Für kleine Modelle (bis 8 Milliarden Parameter) meist ja: Sie laufen über den Hauptspeicher auch ohne dedizierte Grafikkarte, spürbar langsamer. Apple-Laptops ab 16 GB Speicher sind dabei erstaunlich brauchbar, die Mac-Kaufberatung ordnet die Speicherklassen ein. Für den produktiven Dauereinsatz oder grössere Modelle führt an einem Rechner mit richtiger Grafikkarte oder einem gemieteten GPU-Server kaum ein Weg vorbei.
Wie schnell ist lokale KI?
Mit passender Grafikkarte antworten Modelle bis 14 Milliarden Parameter in flüssigem Lesetempo. Auf Apple-Rechnern ist es brauchbar bis gut, rein über die CPU braucht es Geduld. Die Geschwindigkeit hängt vor allem an der Speicherbandbreite und der Modellgrösse; ein doppelt so grosses Modell ist grob halb so schnell.
Kann die KI mit meinen Firmendaten trainiert werden?
Meistens ist das die falsche Frage: Was die meisten Betriebe wollen, ist keine Nachschulung des Modells (Feintuning), sondern interne Suche: Das Modell bekommt beim Antworten Zugriff auf Ihre Dokumente und zitiert daraus, ohne dass es verändert wird. Das ist günstiger, aktueller und jederzeit rückbaubar. Echtes Feintuning lohnt sich nur in Spezialfällen, etwa für einen festen Schreibstil oder Fachjargon in grossem Volumen.
Wie gut ist lokale KI auf Deutsch?
Die aktuellen offenen Modelle (Qwen3, Llama, GPT-OSS) sind mehrsprachig trainiert und auf Deutsch gut brauchbar: Zusammenfassen, Auslesen und Entwürfe funktionieren zuverlässig. Bei feinen Nuancen und Schweizer Eigenheiten lohnt der Test mit Ihren echten Texten, genau dafür ist das kostenlose Ausprobieren mit Ollama da.
Braucht lokale KI eine Internetverbindung?
Nur einmal, zum Herunterladen der Modelle. Danach läuft alles vollständig ohne Internet, auf Wunsch auf einem Rechner ganz ohne Netzzugang. Für besonders schützenswerte Bereiche ist das ein Sicherheitsargument, das keine Cloud bieten kann.
Ist lokale KI datenschutzkonform (nDSG/DSGVO)?
Lokaler Betrieb löst die grösste Hürde: Es findet keine Übermittlung an einen Drittanbieter statt, Auftragsverarbeitung und Übermittlung ins Ausland entfallen. Die übrigen Pflichten bleiben wie bei jeder Datenverarbeitung bestehen, etwa Zweckbindung, Zugriffsschutz und Auskunftsrechte. Das ist eine Einordnung, keine Rechtsberatung; die Ausgestaltung für Ihren Fall gehört ins Projekt.
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Welche Unterlagen dürfen bei Ihnen das Haus nicht verlassen?
Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob lokale KI für Ihren Fall die richtige Antwort ist, oder ob es eine einfachere gibt. Wenn ja, folgt die Analyse zum Festpreis: Aufgabe abgrenzen, Modell testen, Hardware dimensionieren, Lizenz prüfen. Erst messen, dann investieren.
Beschreiben Sie kurz, wo es hakt. Den Rest klären wir im Gespräch.
Sie schreiben uns, was Sie beschäftigt. Ihre Nachricht landet nicht in einem Ticketsystem, sondern direkt bei Daniel Bidoli, dem Inhaber.
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